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Online-Pflegeportal zur Koordination der informellen Pflege

Caren Zorgt unterstützt STMG-Kunden bei der Selbsthilfe

Wenn man Pflege benötigt, ist jede Hilfe willkommen. Zur Wundversorgung oder um dem Betroffenen unter der Dusche zu helfen. Glücklicherweise gibt es dann die häusliche Pflege. Oder wir verlassen uns auf Familie und Freunde. Wie aber regelt man das? Wer kommt nun wann? Und wer macht dann was?

Überlassen Sie diese Abstimmung dem Online-Pflegeportal Caren Zorgt!

Für die Kunden von STMG, das seit 2015 zu Assist gehört, kommt Caren Zorgt wie gerufen. „Caren Zorgt ist eine tolle Ergänzung zu unserem speziell für die häusliche Pflege entwickelten Organisationsmodell, mit dem wir mit einem gut organisierten Backoffice und intelligenter ICT die Pflege so ‚lean‘ (schlank) wie möglich machen möchten“, erklärt Matteo Smit, Leiter für Innovation und Optimierung bei Assist.

Wenn man Pflege benötigt, gibt es eine Menge zu regeln und abzustimmen, und das ist manchmal recht kompliziert. Dieses kostenlose Pflegeportal bietet dabei Unterstützung.

Unter www.carenzorgt.nl kann der Kunde einfach sein eigenes Konto erstellen und erhält dann sofort ein eigenes Portal, zu dem er alle diejenigen einladen kann, die er in seine Pflege mit einbinden möchte.

„In diesem Portal legt der Kunde anschließend verschiedene Dinge fest. Hier wäre an geplante Hausarztbesuche oder Aktivitäten mit informellen Pflegehelfern zu denken, beispielsweise einkaufen oder zum Friseur gehen.“

Kopplung an das STMG-Backoffice

Matteo: „Und dank einer Kopplung von Caren Zorgt an unser ICT-System erscheinen dann automatisch auch die geplanten Besuche unserer Pflegekräfte und (Wohnviertel-)Krankenpfleger/-innen auf dem Kalender. Darüber hinaus hat der Kunde Einblick in seine digitale Kundenakte und besitzt er die Möglichkeit, über die Nachrichtenfunktion mit uns zu kommunizieren.“

Über das Portal kann der Kunde diese Information mit allen teilen, die er zu seinem Portal eingeladen hat. So haben alle an der Pflege des Kunden einbezogenen (freiwilligen) Pflegekräfte bis auf den Tag, die Stunde und die Minute genau Einblick in die Pflegeleistungen, die der Kunde erhält.

Hierdurch lässt sich beispielsweise vermeiden, dass informelle Pflegehelfer einen Friseurbesuch für den Kunden einplanen, wenn zum gleichen Zeitpunkt eine Pflegekraft für eine Spritze vorbeikommt.

Alle Informationen an einem Ort

„Alle Pflegeinformationen werden demnach übersichtlich an einem Ort zusammengefasst“, fährt Matteo fort. „Das Portal ist eine Quelle, aus der alle – informelle Pflegehelfer, Betreuer, (Wohnviertel-) Krankenpfleger, aber auch Hausärzte oder Praxishelfer - Informationen beziehen können. Übrigens entscheidet der Kunde selbst, wer von seinen informellen Pflegehelfern wo Einsichtnahme erhält.“

Kunde behält die Regie

„So kann er oder sie seinen oder ihren informellen Pflegehelfern Zugang zu den Basisfunktionalitäten gewähren, beispielsweise seinem/ihrem Kalender und dem Nachrichtenverkehr zwischen anderen informellen Pflegehelfern, aber beispielsweise nicht zu seiner/ihrer digitalen Kundenakte, Pflegeverträgen oder den Gesprächen mit den Mitarbeitern von STMG.“

„Das Pflegeportal sorgt vor allem für Ruhe." “Ruhe für die Familie, die weiß, dass die Mutter die geplanten Pflegeleistungen erhalten hat - unter anderem durch Einsichtnahme in die Ein- und Ausstempelfunktion unserer Mitarbeiter. Und Ruhe, indem sie Einblick in die besprochenen Themen erhalten.“

„Auch unsere Betreuer und (Wohnviertel-) Krankenpfleger fühlen sich entspannter. Einfach aufgrund der Tatsache, weil sie nicht alle 5 Minuten vom Kunden (oder dessen Familie) angerufen werden: ob sie schon da waren oder wie spät sie kommen und so weiter.“

Die anfänglichen Zweifel über die teilweise Offenlegung von Dienstplänen sind mittlerweile großer Begeisterung gewichen. Die Kollegen werben nun aktiv für Caren Zorgt unter den Kunden.

Und Letzteres lässt sich auch an den Zahlen ablesen. Seit der Einführung von Caren Zorgt vor einem Jahr machen mittlerweile etwa 700 STMG-Kunden von der Plattform Gebrauch. Das entspricht rund 25 % des gesamten Kundenbestandes, und dieser Wert steigt kontinuierlich.

Die Nutzung durch Kunden mit Demenzerkrankungen liegt sogar noch sehr viel höher, bei gut 50 %. „Insbesondere, weil die informellen Pflegehelfer bei dieser Zielgruppe gerne wissen möchten, wer wann zu Besuch war, da sich der Kunde selbst nicht immer daran erinnert.“

Pflege nahe am Kunden

Matteo: „Zahlen, auf die wir stolz sein können. Allein schon deshalb, weil der Durchlauf sehr hoch ist. Es gibt nämlich sehr viele Kunden, die nur vorübergehend Pflegeleistungen benötigen. Was das anbelangt, weisen die Zahlen meiner Ansicht nach darauf hin, dass Caren Zorgt eine Antwort auf die zwingende Nachfrage aus dem Markt gibt: Pflege näher zuhause bieten und den Kunden selbst nachdrücklicher in diesen Prozess mit einbinden.“