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Arbeit für alle

Angebot: Jobs für Menschen mit geringen Chancen am Arbeitsmarkt

Wenn es einem Unternehmen in Limburg gelingt, 6000 Menschen mit einer Arbeitsbeschränkung in Lohn und Arbeit zu halten, muss die Erschließung von 125.000 Stellen für Menschen, die geringe Chancen am Arbeitsmarkt haben, doch ein Leichtes sein. Bedingungen sind: die richtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen, das richtige Vorgehen, Hinzuziehung von Experten und der Wille, das Projekt zu einem Erfolg werden zu lassen. Wenn diesen Bedingungen Genüge getan wird, ist es sogar möglich, in den kommenden Jahren noch weiteren 4500 Menschen aus dieser Gruppe eine Anstellung zu bieten.

Seit dem 1. Januar 2015 ist das Partizipationsgesetz in Kraft. Das Gesetz bündelt die Vereinbarungen des Staates mit den Gewerkschaften und der Wirtschaft, innerhalb von zehn Jahren insgesamt 125.000 Jobs für Menschen zu schaffen, die geringe Chancen am Arbeitsmarkt haben. Dieser Personenkreis erhält bei der Suche nach geeigneten Tätigkeiten zusätzliche Unterstützung. 25.000 Beschäftigungsplätze werden vom Staat übernommen. Bis zum heutigen Tage lässt die Umsetzung jedoch auf sich warten. Die Unternehmen finden es eine lästige und schwierige Angelegenheit. Hier könnte ein anderer Ansatz und ein etwas angepasster gesetzlicher Rahmen Hilfe bringen.

Was Vebego anbelangt, so gibt es keine Unterschiede zwischen denjenigen, die wir als ‚reguläre‘ Arbeitnehmer bezeichnen und denjenigen, die geringe Chancen am Arbeitsmarkt haben. Zahlreiche Tätigkeiten können genauso gut von Menschen mit geringeren Chancen am Arbeitsmarkt durchgeführt werden, ganz gewiss in der Reinigungsbranche und Grünpflege. Ob ein Wartezimmer im Krankenhaus von einer ‚regulären‘ Arbeitskraft oder von einer Person gereinigt wird, die geringe Chancen am Arbeitsmarkt hat, macht keinen Unterschied. Das Gebäude wird genauso sauber. Der Unterschied zeigt sich vielmehr in der Geschwindigkeit, in der dies geschieht. Als Arbeitgeber muss man dafür einen Blick haben. Für dieselbe Arbeit benötigt man möglicherweise zwei oder drei Leute anstelle einer Person. Womit die Arbeit natürlich niemals teurer werden darf. Hier gilt: Gleiche Qualität für gleiches Geld.

Wir wissen mittlerweile, dass der Mehrwert solcher Mitarbeiter, die im Rahmen des Partizipationsgesetzes eingesetzt werden, groß ist. Wichtig dabei ist es, dass wir besser einzuschätzen lernen, welche ‚Ertragskapazitäten‘ der Bewerber besitzt. Dabei gilt zu bedenken, dass sich die Führung von Menschen, die geringere Chancen am Arbeitsmarkt haben, nicht unterscheidet; auch diese müssen rechtzeitig erscheinen, ihre Vereinbarungen einhalten, höflich miteinander umgehen usw. Diese Mitarbeiter empfinden es jedoch angenehmer, als dies in der früheren Situation in den sozialen Werkstätten der Fall war. Es hilft ihnen faktisch dabei, den letztlich beabsichtigten Wechsel zu einer ‚echten‘ Anstellung zu realisieren.

Für die meisten Betriebe bleibt es dennoch schwierig, Menschen zu beschäftigen, die geringere Chancen am Arbeitsmarkt haben. So müssen nämlich einige Dinge für eine Handvoll neuer Mitarbeiter angepasst werden. Vebego begrüßt daher den Gedanken von Staatssekretär Klijnsma sehr, Betrieben die Gelegenheit zu geben, auch die angemietete Reinigungskraft und den Gärtner bei der Beschäftigungsvereinbarung mitzuzählen. Wir sind davon überzeugt, dass, sollte das Parlament dem zustimmen, die beabsichtigte Zahl von 125.000 Beschäftigungsplätzen für Menschen, die geringe Chancen am Arbeitsmarkt haben, problemlos erreicht werden wird.