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Zirkuläre Wirtschaft als Kerngeschäft

Vebego hat im Bereich Nachhaltigkeit einen Ruf zu verlieren. Oder, um es mit den Worten einer unserer Tochtergesellschaften zu beschreiben, Vebego hat im Bereich Nachhaltigkeit mehr als einen Ruf zu verlieren. Von der Vebego Foundation und den entsprechenden Auszeichnungen, Leitern und Benchmarks, unserem nachhaltigen Einsatz von Menschen, Mitteln und Materialien bis hin zu den 2016 eingeführten neuen Sternen am Firmament: Returnity und PMC.

Höchste Zeit für ein näheres Kennenlernen!

Im Frühjahr 2016 konnte Vebego PMC in ihren Reihen begrüßen. Das belgische Unternehmen ist zu dem Zeitpunkt bereits seit mehr als 20 Jahren aktiv in dem Bereich, den es als ‚nachhaltige Einrichtung und Bewegung von Büros‘ bezeichnet. Die Organisation tut dies mit vier Betrieben: D&C Services, Nnof, Your Mover Vandergoten und Your Mover Logistics. Alle vier setzen sich in ihrem Fachgebiet für eine nachhaltigere Wirtschaft ein.

Darüber, wie sie das tun, und was PMC insbesondere unter dem Begriff zirkulär versteht, sprechen wir mit dem Vorstandsmitglied Didier Pierre. Ein ausgesprochener Adept der Ellen MacArthur Foundation. „Diese Stiftung beschreibt unter anderem, wie man Grundstoffe so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf halten kann. Und zwar anhand von vier Kreisen oder Niveaus.“

Von Gegenständen reparieren (Schritt 1) und wieder verwenden (Schritt 2, hier wäre beispielsweise an einen Tisch zu denken, der ein paar Zentimeter kleiner gemacht wird) über die Demontage (Schritt 3, die Bank wird möglicherweise Teil eines Schranks) bis hin zum ultimativen 4. Schritt: dem Recycling. Für weitere Informationen siehe vor allem auch: https://www.ellenmacarthurfoundation.org/circular-economy

Absurdität wohin man blickt

„Als logistischer Dienstleister mussten wir bei Umzügen und der Lieferung neuer Büroeinrichtungen immer wieder feststellen, dass wir fast 20 % unserer Zeit mit dem Wegwerfen von Einrichtungsgegenständen beschäftigt waren. Häufig noch hervorragendes Material. Vielleicht farblich, gestalterisch oder funktionell etwas überaltert, aber gleich wegwerfen? Absurd! Wir beschlossen, dass das auch anders geht. Anders gehen muss. So erblickte Nnof vor sechs Jahren das Licht der Welt.“

Nnof steht ursprünglich für Nearly New Office Facilities. Der Begriff hat sich mittlerweile jedoch zu einem Verb entwickelt. „Wer an Einrichtungen denkt, zieht immer häufiger in Erwägung, zu ‚nnoffen‘. ‚Nnoffen‘ steht dann für die Einrichtung der Büroumgebung mit herausragenden Materialien und qualitativ bestem Design, wobei es nur einen einzigen Unterschied zu früher gibt: die Grundstoffe werden dem Wirtschaftskreislauf anstatt der Erde entnommen.“

Die Menge an CO2, die sich bis heute durch das ‚Nnofen‘ einsparen ließ, beträgt nicht weniger als 814.226 kg.

„Mit Nnof konzentrieren wir uns demnach insbesondere auf die zuerst genannten drei Kreise. Mit Vebego können wir dies weiter vertiefen, denn mit guter Wartung und guter Reinigung ist der erste Schritt für eine nachhaltige Kette natürlich bereits getan. Durch die Zusammenarbeit mit Vebego decken wir bereits etwa 80 % von dem ab, was für die Bewerkstelligung einer gesamten zirkulären interdisziplinären Kettenzusammenarbeit notwendig ist.“

„Diese 80 % werden vorerst noch nicht geclustert angeboten. Sie sind noch nicht für jeden erkennbar. Jetzt aber, da wir unser Spielfeld auf die Niederlande erweitern, bin ich äußerst zuversichtlich, dass sich dies rasch ändern wird. Denn über eine zirkuläre Wirtschaft reden, das beherrschen die Niederlande hervorragend. Zählt man dann noch die praktische Erfahrung unsererseits hinzu, dann ist der Kreis fast ...“

Full Circle mit Returnity

Wo sich PMC in der Form der Reinigung vertiefen kann, könnte man Returnity als das fehlende Glied in der Kette auf der anderen Seite des Spektrums bezeichnen. Dieses Startup-Unternehmen, das Ende 2016 debütierte, beruht auf einer Zusammenarbeit mit Van Scherpenzeel und ist auf ‚Smart Circularity‘ spezialisiert.

Smart Circularity steht für praktische, intelligente und sofort anwendbare zirkuläre Konzepte, Produkte und Dienstleistungen. Aus einer pragmatischen Sehensweise heraus, wie man die Grundstoffkette schlüssig machen kann. Abfallfrei. Denn Abfall gibt es eigentlich nicht. Um Geschäftsführer Frank Dobbelsteijn zu zitieren: „Wir sind auf diesem Planeten, um die Welt vom Abfall zu befreien, das ist der Auftrag von Returnity.“

Einfacher gesagt als getan?

„Stellen Sie sich vor, ein Facility Manager ist auf der Suche nach einer nachhaltigen Lösung für seine Abfälle. Dieser Satz alleine geht schon von dem Konzept aus, dass Abfall überhaupt existiert. Während wir lieber in Kreisen denken. Wir möchten den Facility Manager und/oder seinen Einkaufskollegen bereits bei der ersten Anschaffung eines Produktes über das Morgen nachdenken lassen.“

„Warum sollte man sich mit Abfall begnügen, wenn man die Verantwortung für diese Lebensphase einem Produzenten übertragen kann? Oder uns. Oder indem man ihn in die eigenen Hände nimmt. Wir haben mittlerweile zahlreiche Beispiele für Auftraggeber, denen wir Produkte liefern, die aus ihren eigenen Grundstoffen hergestellt worden sind. Beispielsweise ihre Kartonverpackungen, Kaffeebecher oder das Druckerpapier.“

Mit einem Hinweis auf dem Papierbehälter neben dem Kopiergerät: ‚Vielen Dank, wir sehen uns in zwei Wochen im Drucker wieder!‘

„Mit einer solchen Kommunikation und solchen Erlebnisprodukten nehmen wir auch die Endverbraucher im Null-Abfall-Denken mit. Damit die Idee lebendige Gestalt erhält. Auf diese Weise inspirieren und anschließend die richtigen Parteien miteinander in Verbindung bringen, das ist im Prinzip unsere wichtigste Aufgabe. Wir beliefern den Kunden nicht mit Produkten, sondern mit zirkulären Ketten. Und in diesem System hat Abfall keinen Platz.“

Zirkuläres Schwungrad

„Mit den Grundstoffkenntnissen von Van Scherpenzeel und den Kenntnissen von Vebego in der haustechnischen Branche haben wir, auch dank unseres Netzwerks, einen fliegenden Start hingelegt. Noch sind wir klein. Das wird sich 2017 jedoch ändern. Dann werden wir den Returnity Club der 100 mit einer zugänglichen App ausrüsten, damit sich das zirkuläre Denken noch weiter verbreitet. Wie ein Ölfleck. Im größtmöglich übertragenen Sinne.“