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Auf Kurs mit dem neuen IT-Leiter

Für einen ausführlichen Rückblick darauf, wie sich das Jahr 2016 im Verhältnis zu den vorangegangenen Jahren verhält, ist der frisch eingesetzte IT-Leiter Rogier Verberne vielleicht gerade noch etwas zu kurz bei Vebego beschäftigt. Das steht einer starken Vision für die Zukunft jedoch nicht im Weg. Ganz im Gegenteil.

Ein Schuss vor den Bug? Er redet nur überraschend wenig über IT.

Rogier schaut mit einem klaren Blick darauf, wie die IT einen Beitrag zum Kern des Unternehmens leisten kann: Vitalisierung von Arbeit und Pflege. Doch das Wichtigste zuerst: die Basis. Die muss stehen wie ein Fels in der Brandung. In dieser Hinsicht gibt es noch einiges zu gewinnen.

Rogier setzt sich im September 2016 ins gemachte Nest. Das 2014 angeschobene SWITCH ERP-Projekt nähert sich seiner Vollendung, es gibt aber noch zahlreiche Kleinigkeiten zu regeln. „Fortron hat als letzter Betrieb umgeschaltet und damit die Implementierung technisch fertig gestellt. Mehr noch, Vebego konnte damit einen SAP Quality Award an Land ziehen.“

Herzlichen Glückwunsch

„Das ist ganz gewiss ein Kompliment für die Organisation. Jetzt ist es jedoch angebracht, sich das Geschäft selbst anzusehen, denn beim Ablauf waren seinerzeit etwas zu wenig Mitarbeiter aus dem operativen Bereich beteiligt. Mit dem Ergebnis, dass wir zwar über ein technisch gutes System verfügen, das aber gelegentlich die Verbindung zur Praxis vermissen lässt.“

Nagelneu, mit einem Preis ausgezeichnet, aber...

„...aber der Anfang ist gemacht. Nun geht es darum, an allen Fronten die Verbindung zu den primären Betriebsprozessen herzustellen. Und auch bei dieser Anstrengung fällt die Begeisterung, die Bereitwilligkeit auf, gemeinsam das Beste herauszuholen.“

Wendig?

„Es gehören immer zwei dazu. Als IT-Experte muss man verstehen, wie Geld verdient wird, und als Geschäftsbereich, wie man IT einsetzen kann, damit das Unternehmen bessere Leistungen bringen kann. So erhält man die Spannung aufrecht. Der Schuh drückt häufig dann, wenn es an gegenseitigem Verständnis fehlt.“

„Als IT-Leiter spreche ich lieber über Betriebsführung und die geschäftlichen Ziele als über ‚Bits and Bytes‘. Aus dieser Erkenntnis heraus können wir nämlich gemeinsam Prozesse ausrichten und ihnen einen Platz zuweisen. Dadurch lässt sich letztlich das Betriebsergebnis verbessern. Und darum geht es ja auch.“

Am besten ganz einfach

„IT muss einfach sein. Das wird im kommenden Zeitraum eine wichtige Herausforderung darstellen. Zuerst müssen wir aber versuchen, dass das System stabil läuft und perfekt an diese Operation angeschlossen wird. Und dann das Ganze vereinfachen: weniger fehleranfällig und zuverlässiger machen. Gebrauchsfreundlich. So verfügen wir über das Fundament, um den Mehrwert von IT wirklich einsetzen zu können.“

Einer für alle?

„Häufig wirft man der IT-Organisation vor, dass die Implementierung von Änderungen zu lange dauert. Dabei wird häufig an Änderungen am SAP-System gedacht, was auch tatsächlich nicht gerade schnell geht. Ich unterscheide drei Systemarten, bei denen man zwischen Geschwindigkeit und Stabilität balanciert.

Auf der einen Seite wären da die innovativen Systeme, an denen man tagtäglich herumbasteln kann, denn wenn einmal etwas schief geht, ist es nicht schlimm: Es liegt nämlich keine Abhängigkeit vor. Auf der anderen Seite wären da die transaktionalen Systeme wie SAP. Läuft hier etwas schief, hat das Unternehmen ein großes Problem. Man ändert also möglichst wenig daran (einmal monatlich) und hält äußerst straffe Prozesse ein, um die Stabilität zu gewährleisten. Und dann gibt es noch eine Zwischenkategorie, in der man diese Aspekte ausbalanciert. ‚PACE Layering‘ nennt man das auf Neudeutsch.“

Internet der Dinge, intelligente Gebäude, maschinelles Lernen

„Träume und Möglichkeiten gibt es immer zur Genüge. Auch hier gilt übrigens, dass das Sorgen für eine Struktur, beispielsweise in Form konsistent strukturierter Datensets, einen ersten Schritt darstellt. Und auch hier gibt es noch genügend Quick Wins zu holen.“

„Wobei mich bei meiner technischen Sehensweise bezüglich der folgenden Schritte die Aufregung packt. In der Technik aber ist ‚einfach gut‘ eben auch gut genug. Für Innovationen im Bereich der Reinigung und haustechnischen Dienstleistungen liegt die Latte höher, denn hier unterscheiden wir uns am Markt. Damit wird IT bei Vebego das Mittel zur Realisierung, das es sein muss. Und vitalisieren wir Vebego, um dort den Unterschied auszumachen, wo das Unternehmen unschlagbar ist: bei den Dienstleistungen selbst.“