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Beitrag zu einem besseren Morgen

Wie kann Vebego ihre Wirkung auf die Gesellschaft vergrößern?

Als Unternehmen kann man nicht glücklich sein, wenn die uns umgebende Welt unglücklich ist. Das ist die Überzeugung, die sich hinter der Ambition von Vebego verbirgt, ihre gesellschaftlichen Auswirkungen durch ‚Vitalisieren von Arbeit und Pflege‘ zu steigern.

Annette van Waning, Head CSR bei Vebego: „Als Unternehmen kann man nicht nur Geld und Mittel aus der Gesellschaft herausziehen. Man möchte vielmehr einen Beitrag zu einer besseren Welt von morgen leisten. Wirkung ausüben.“

Denn das bringt langfristig einen Vorteil für alle: für unsere Mitarbeiter, unsere Auftraggeber, für die Gesellschaft, in der wir leben, und für uns als Unternehmen selbst.

Was aber genau ist gesellschaftliche Wirkung? Wie kann man sie messen? Und was muss man tun, um die Wirkung weiter zu vergrößern? Um dies zu untersuchen, schaltete Vebego Karen Maas ein, wissenschaftliche Direktorin des Impact Centre Erasmus, sowie Lara Muller, Social Impact Specialist.

Wirkung gegenüber GVU

„Unter Wirkung verstehen wir den Effekt, den eine Organisation auf Mensch, Umwelt und Gesellschaft ausübt“, erklärt Karen. „Dort, wo es sich beim gesellschaftlich verantwortungsvollen Unternehmen (GVU) um die Reduzierung der negativen Auswirkungen einer Organisation auf die Gesellschaft handelt, bezieht sich Wirkung stärker auf die Schaffung von Werten für die Gesellschaft.“

Annette fügt ergänzend hinzu: „Wir möchten über das Katalogisieren hinausgehen, was wir (gut) tun, und darüber Verantwortung ablegen. Wir möchten einen echten Unterschied ausmachen.“

Unterschied ausmachen

Und wie man als international operierende Organisation einen Unterschied ausmachen kann, darüber weiß Lara Bescheid. In ihrer früheren Funktion als Head of CSR bei einem Immobilienunternehmen ließ sie Karen im Auftrag der Erasmus Universität untersuchen, welche sozialen Auswirkungen Immobilien haben.

Und was zeigte sich? Wenn die Bewohner in einem Viertel glücklich sind, wirkt sich dies unmittelbar auf den Erfolg eines Einkaufszentrums in diesem Viertel aus, auf den Erfolg der Ladenbetreiber und folglich auch auf den Erfolg des Immobilienunternehmens.

Lara: „Eine enorme Erkenntnis für unsere Nachhaltigkeitsstrategie, bei der unser Schwerpunkt bis zu dem Zeitpunkt in erster Linie auf der ‚Planetenseite‘ lag. Wir haben in unserer Strategie die Tatsache übersehen, dass Ladenbetreiber von der Gunst der ‚People‘ abhängen. Von Besuchern und Mitarbeitern also.“

„Anstatt uns ausschließlich auf Energiesparlampen und automatisch schließende Türen zu fokussieren, um möglichst wenig Energie (Kosten) zu verschwenden, haben wir damit begonnen – gemeinsam mit Mietern und Gemeinde – Wohnviertel zu vitalisieren.“

So wurden Einwohner eines Viertels umgeschult, wurden Praktikumsstellen geschaffen und haben wir arbeitslosen Anwohnern Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungsschreiben geboten.

Why, what, how

Karen: „Bevor man jedoch zu den genannten Aktionen übergehen kann, muss man sich zunächst, unter anderem durch das Studium von Unterlagen, eine gute Vorstellung darüber verschaffen, was für ein Unternehmen man eigentlich ist, welche (gesellschaftlichen) Entwicklungen eine Rolle spielen, was derzeit über den eigenen Betrieb (dessen Dienstleistungen) geredet und geschrieben wird und wo man einen Unterschied ausmachen kann.“

Erst wenn man das klar herausgearbeitet hat, lassen sich damit Ziele verknüpfen und Aktionen ausdenken. Um in der Folge eine Systematik zu entwickeln, die dazu beiträgt, die direkte und indirekte Wirkung dieser Aktionen zu messen.

Sustainable Development Goals (Nachhaltige Entwicklungsziele)

Das ist das Stadium, in dem sich Vebego derzeit befindet. Annette: „Um die Auswirkung unseres Handelns auf einfache Weise erkennbar zu machen, haben wir uns dafür entschieden, im Hinblick auf zwei der 17 Sustainable Development Goals (SDG), eine Initiative der Vereinten Nationen für eine weltweite, nachhaltige Entwicklung, eine bestimmte Wirkung auszuüben.“

Wir sind nämlich davon überzeugt, dass Vebego einen Beitrag zu SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschafswachstum) leisten kann.

Diese beiden Ziele kommen dem Auftrag von Vebego am nächsten. Darüber hinaus steht es den Tochterunternehmen frei, noch einmal weitere vier SDG umzusetzen, nämlich ‚Hochwertige Bildung‘ (4), ‚Sauberes Wasser und Sanitär-einrichtungen‘ (6), ‚Weniger Ungleichheiten‘ (10) und ‚Nachhaltige/r konsum und Produktion‘ (12). Wobei die Betriebe aus den beiden Zielen wählen können, die ihrem Kerngeschäft am nächsten kommen.

Schuldenhilfe

Das 2015 angeführte Projekt Schuldenhilfe ist eine der Aktionen, die sich auf SDG 3 auswirken: Mehr Gesundheit, Glück und Vitalität. Annette: „Relativ viele unserer Kollegen haben mit Schulden zu kämpfen. Und Schulden machen Menschen manchmal regelrecht krank. Grund genug, diese Problematik als Arbeitgeber ernst zu nehmen.“

Aus der Verantwortung eines guten Arbeitgebers heraus, denn ein Mitarbeiter, der sich wohl fühlt, wird bei unseren Auftraggebern die beste Leistung erbringen. Aber auch, weil Mitarbeiter mit Schulden einen großen Einfluss auf das Betriebsergebnis haben, da sie sich häufiger und länger krank melden.

Direkte und indirekte Wirkung

Karen: “Im Anschluss daran folgt die Frage, welche direkte und indirekte Wirkung die Schuldensanierung hat und wie wir diese steigern können. Diesen Umschlagpunkt möchten wir mit der Systematik – der Wirkungsmessung – klar herausarbeiten.”

„Damit Vebego und die einzelnen Tochterunternehmen das Problem des krankheitsbedingten Arbeitsausfalls zielgerichtet angehen können. Und in Zukunft auf glücklichere Mitarbeiter zählen können, zufriedenere Kunden, weniger Ausfall durch Krankheit und niedrigere Pflegekosten für die Gesellschaft.“

Shared Value

„Dann hat man mit Wertschöpfung zu tun”, fasst Lara zusammen. “Mit Shared Value: Mehrwert für dich selbst und deine Umgebung. Für dieses bessere Morgen.“