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Vitalisieren ist ein Tätigkeitswort

Im Wörterbuch ist es nicht zu finden: vitalisieren. Und dennoch existiert es. Mehr noch, es ist das Wort, um das sich der Auftrag von Vebego dreht. Vitalisierung von Arbeit und Pflege.

Aber was ist das? Und wie sieht Vitalisierung in der Praxis aus? Wie macht man sie greifbar?

Im Gespräch mit Ronald Goedmakers und Steph Feijen über das Jahr 2016 wird Vitalisieren schon bald sehr viel weniger abstrakt, als der Begriff vermuten lässt.

„Wir haben gemeinsam mit der Erasmus Universiteit Rotterdam untersucht, wie wir unsere Ambitionen in einen messbaren und realisierbaren Rahmen umsetzen können. Ein Ergebnis dieser Untersuchungen war es, an die Sustainable Development Goals (Nachhaltige Entwicklungsziele, SDG) der Vereinten Nationen anknüpfen zu können. Insbesondere an SDG 3 und 8“, eröffnet Ronald.

„Sustainable Development Goal 3 bezieht sich auf eine ‚Gute Gesundheit und Wohlbefinden‘, Sustainable Development Goal 8 auf ‚Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum‘. Ziele, die ganz in der Nähe unseres Auftrags, der Vitalisierung von Arbeit und Pflege, angesiedelt sind.“

„Diese beiden Ziele möchten wir in konkret messbare Ziele für unsere Unternehmen umsetzen. Darüber hinaus gibt es Betriebe, die daneben noch weitere und andere Ziele anstreben. Hier wäre beispielsweise an Zirkularität mit Returnity zu denken. Wir bieten den Unternehmen daher ausreichend Spielraum, um neben den beiden Pflichtzielen selbst noch weitere Ziele zu wählen.“

Steph: „Mittels Integration der SDG’s in unser internes Ökosystem müssen wir einerseits nicht noch einmal das Rad selbst erfinden und können wir zugleich eine verständliche Umsetzung in unser externes Netzwerk vornehmen. Auf diese Weise holen wir die Außenwelt herein.“

Weniger abstrakt?

„Gut. Vitalisieren Leben einhauchen. Kollegen vital halten. Lebendig machen. Es ist genau das, was wir auch bei den Kunden tun: Prozesse erneuern und verbessern. Ein gutes Beispiel für SDG 8 ist das, was Hago Rail Services im vergangenen Jahr bei der niederländischen Bahn NS unternommen hat.“

„Indem man die Reinigungskraft an Bord des Zuges mitfahren lässt, änderte sich deren Funktion, stieg die Wertschätzung bei den Reisenden und machte die Bahn positive Schlagzeilen. Ein anderes Beispiel? Schauen Sie sich Caren Zorgt an, das Pflegeportal, mit dem wir die Rolle pflegender Angehöriger stärken können.“

„In beiden Fällen besteht der Kern darin, dass wir auf die Stärkung von Menschen hinarbeiten, indem wir deren Arbeit und Funktion aufwerten. Sinnvoller machen. Das funktioniert. Denn Arbeit bedeutet mehr als Geld verdienen alleine. Sie stellt einen großen Teil unseres sozialen Lebens dar und gibt unserem Leben einen Sinn.“

Sinnvolle Arbeit

Ronald: „Und wenn man sich dafür entscheidet, den Fokus in erster Linie auf den Menschen anstatt auf das Geld zu richten, dann ist es auch kein überflüssiger Luxus, zu wissen, was brauchbare Erfolgsindikatoren sind. Deshalb haben wir ein Instrument zur Untersuchung, Berichterstattung und Lenkungsinformation entwickelt: Bedeutungsvolle Arbeit.“

Ein objektives, konkretes und in erster Linie auch praktisches Tool, um der Vitalisierung Gestalt zu verleihen.

„Womit nicht gesagt ist, dass sich Vitalisieren ausschließlich auf den Faktor des Arbeitsbereiches alleine bezieht. Wir prüfen den Auftrag auch an unserer Ausbildungsstrategie, an Kommunikation und Marketing, an den Investitionen, die die Betriebe fordern, und an den Beziehungen, die wir eingehen.“

Ein solches SDG könnte man nach Ansicht von Steph durchaus auch als Auftrag an den Staat sehen: „Wir haben uns dafür entschieden, auf ehrliche Arbeit zu setzen. Denn das bringt uns eine Menge. Manchmal gilt es aber auch, sich gegen Betriebe durchzusetzen, die eine andere Vorstellung von Moral haben. Die beispielsweise ausschließlich mit flexiblen Verträgen arbeiten, mit Subunternehmern, mit Einzelunternehmern oder ausländischen Arbeitnehmern. Hier ist es Aufgabe des Staates, Wettbewerbsgleichheit zu schaffen.“

Sich vom Denken ‚alles muss billiger sein‘ auf dieser Wettbewerbsebene zu lösen, bedeutet jedoch nicht, dass Vebego durch seine Orientierung an den SDG‘s kostentechnisch nicht mehr mithalten kann. Es bedeutet lediglich, dass einer Einsparung immer etwas gegenüberstehen muss: bessere und klügere Hilfsmittel beispielsweise.

„So lassen sich Erschöpfungserscheinungen vermeiden und leistet man außerdem einen Beitrag zu einem vitalen Gesamtunternehmen. Das nur so strotzt vor innovativen, enthusiastischen, intelligenten und – 2017 unddarüber hinaus – topfitten, tatkräftigen Kollegen.“